Wohnungsneubau: Städtebaulicher Knotenpunkt über zwei Denkmälern
Quartier am Nordbahnhof
Quartier am Nordbahnhof ist ein großes Mischnutzungsgebäude auf dem Gelände des ehemaligen „Todesstreifens“, der Ost- und Westberlin während der Nachkriegszeit trennte. Das Gebäude überbrückt ein denkmalgeschütztes Baudenkmal, den Fußgängertunnel zum „Nordbahnhof“, und integriert das Eingangsportal des Bahnhofs in seine nordöstliche Fassade. In enger Zusammenarbeit mit den Planungsbehörden des Bezirks und des Senats wurde der bestehende Flächennutzungsplan geändert, um das Volumen in ein städtisches Bindeglied zwischen dem Mauerdenkmal der Stadt auf der einen Seite und einem großen öffentlichen Platz sowie einem Stadtpark auf den anderen Seiten zu verwandeln.
Das Volumen vervollständigt den zuvor fragmentierten städtischen Baublock und öffnet den Platz zum Park. Platz und Denkmal sind durch eine Passage im Erdgeschoss verbunden, die Zugang zu einem Markt im Gebäudekern bietet. Um den Markt herum befindet sich ein Ring aus Geschäften und Cafés, darüber zwei Bürogeschosse und darüber vier Wohngeschosse mit mehr als 80 Wohnungen. Auf beiden Dächern, im 3. und im 7. Stockwerk, wurden Terrassen als Gemeinschaftsflächen für alle Bewohner des Gebäudes errichtet.
Zentrales Thema der architektonischen Komposition ist das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Kollektiv, symbolisiert durch das Hinzufügen unterschiedlich großer Bögen, die einen heterogenen, dennoch vereinten städtischen Block bilden.
Wir haben die Ausführungsplanung mithilfe BIM realisiert.
Auftraggeber: ED. Züblin AG
| Planungsbeginn | |
| Bauzeit | 2018–2021 |
| Leistungsbild | 3–5 |
| BGF | 4.000 qm |
| Volumen | 20 Mio. Euro |
| Bauherr | ARB Asset Management |






