Nachhaltige Entwicklung
Grundschule Ohrnsweg
Die Grundschule Ohrnsweg wächst. Um den steigenden Kinderzahlen gerecht zu werden, wurde der Standort in Hamburg Neugraben um ein dreigeschossiges Klassenhaus mit zeitgemäßen Lernräumen und eine Zweifachsporthalle erweitert. Die Mensa im Bestandsbau erhielt eine neue Küche und eine Erweiterung des Speiseraums, und zwei bestehende Klassenhäuser werden energetisch saniert und um kleinere Flächen ergänzt.
Das nach Süden ausgerichtete Schulgelände ist geprägt von einem Bestandsbau aus den 1980er Jahren und zwei mit diesem verbundene Typenbauten mit Klassenräumen. Diese dreigeschossige Anlagen wurde zu klein, und so sollte der südliche, weitläufige Teil des Außengeländes für die Erweiterungen genutzt werden. Unsere Lösung besteht in einem freistehenden, dreigeschossigen Baukörper, der neben den 18 neuen Klassenräumen auch einen Bewegungsraum und Flächen für die Lehrkräfte aufnimmt, sowie eine daneben angeordneten Doppel-Sporthalle. Die Neubauten fassen im Zusammenspiel mit dem ebenfalls neu gebauten Quartiershaus und der schon bestehenden Kita das Außengelände und geben dem Freiraum einen kräftigen Rahmen. Zwischen Bestand und Neubauten entwickelt sich der Schulhof, während südlich der Neubauten nun Sportflächen mit Kleinspielfeld, Laufbahn und weiteren Spielelementen angeordnet sind.
In den Grundrissen der drei neuen Jahrgangscluster mit jeweils sechs Klassenräumen prägt die Anordnung von jeweils einem Gruppenraum zwischen zwei Klassen und vor allem die große, weitgehend offene und über einen Lichthof mit Tageslicht versorgte Jahrgangsmitte den Raumzusammenhang. Der offene Bereich ist mit Sitzmöbeln, Podien und Treppenelementen möbliert und bietet so zahlreiche Möglichkeiten für Lernsituationen und Pausenzeiten.
Der im Erdgeschoss angeordnete Bewegungsraum steht ausdrücklich Nutzenden aus dem Quartier offen. Die Schule wird zum Treffpunkt und Gemeinschaftsort für die Nachbarschaft.
Bestand und Neubauten sind durch eine rötliche Farbgebung gestalterisch zusammengebunden. Die Ziegelfassade des Bestandes wird im Sockelbereich der Neubauten wiederholt. Die aufgehenden Fassaden sind mit einer warmgrauen Metallfassade entworfen, in der die orangeroten Fensterrahmen ein lebhaftes Spiel erzeugen.
Im Projekt wurden zahlreiche Bausteine der Nachhaltigkeit verankert. Neben der Verwendung von durablen materialien und einer angemessenen Haustechnik mit Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlagen drückt sich das in der Zertifizierung mit dem Standard DGNB Gold und QNB aus. Darüber hinaus wurde die Verwendung von Recycling-Beton im Rahmen eines Pilotprojektes im Hamburger Schulbau eingeführt.
Team: Felix Franke-Busdiecker, Gorazd Cater, Karsten Lüder, Philipp Meyer, Simon Saul, Daniel Kinz, Felix Schippmann.
Fotos: Ralf Buscher.
| Planungsbeginn | 2021 |
| Bauzeit | 2024-2026 |
| Leistungsbild | HOAI LP 2-8 |
| BGF | Neubauten 5.012 qm, Sanierung 2.132 qm |
| Volumen | 13,5 Mio Euro |
| Bauherr | GMH Gebäudemanagement Hamburg |





